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Krankheiten Seite 2

Ichthyophthirius multifiliis (Weißpünktchenkrankheit)

Ursache: Das ist die Krankheit, die wohl am häufigsten bei Zierfischen vorkommt. Vorwiegend tritt diese Krankheit bei Neubesatz auf und ist meist auf den Stress zurückzuführen. Die Parasiten haben leichtes Spiel, da das Immunsystem durch den Stress sehr geschwächt ist. Der Parasit Ichthyophthirius multifiliis ist für diese Erkrankung verantwortlich und nutzt die schwäche des Immunsystems aus und befällt den Fisch, aus diesem Grund spricht man auch vom Schwächeparasiten. Aber nicht nur Neuankömmlinge, die durch Transport und Zwischenlagerung geschwächt sind, bringen den Parasiten ins Aquarium, sondern auch Pflanzen und Steine, aus einem anderen befallen Aquarium können Überträger sein. Auch über den Käscher oder über die Hand kann der Parasit eingeschleust werden, wenn in mehreren Aquarien gearbeitet wird. Wenn ein Fisch daran verstirbt, kann der Erreger diesen verlassen und sich ein dauerhaftes Nest im Boden bilden um dann auf einen anderen Fisch überspringen.

Symptome: Die Fische haben am Anfang kleine weiße Pünktchen an den Flossen, welche dann später auf den ganzen Körper übergreifen, je nach Größe des Fisches beträgt die Größe der Pünktchen zwischen 0,5 und 1 mm. Bei Harnischwelsen ist die Diagnose schwierig, weil sich der Parasit in den Kiemen festsetzt, wo er den wenigsten Widerstand findet und deshalb nicht von außen zu erkennen ist. Man kann es nur daran merken, das der Fisch beim schwimmen schwankt und häufig mit den Flossen wedelt. Da aber bei diesen Fischen die Krankheit unbemerkt bleibt, sterben diese Tiere schnell.

Verlauf: Die Krankheit endet in den meisten Fällen tödlich, sehr empfindlich reagieren Salmler, schon kurze Zeit nach dem Befall können diese daran sterben. Nach dem Befall gräbt sich der Parasit in die Fischhaut ein und ernährt sich von dem Fischgewebe aufgrund dessen vermehrt sich dieser rasend schnell. Da durch den Parasiten das Immunsystem des Fisches schon geschwächt ist, kann es passieren das dieser sich mit anderen Infektionskrankheiten oder Parasiten infiziert.

Behandlung: Es gibt verschiedene Behandlungsmethoden, aber nicht jede ist ist für jeden Fisch gleich anzuwenden.

 Temperaturerhöhung: Hierbei wird die Wassertemperatur auf 30°-31° angehoben, bei diesen Temperaturen stirbt der Parasit ab. Aber nicht alle Fische können diese hohen Temperaturen vertragen, Deshalb sollte man damit vorsichtig umgehen und sich erkundigen bei welchen Fischen diese Methode angewendet werden kann. Bei dieser Behandlung muss man darauf achten, das durch die Temperaturerhöhung der Sauerstoffgehalt im Wasser sinkt und gleichzeitig der Sauerstoffbedarf des Fisches steigt, deshalb muss man das Becken gut durchlüften. Die Absenkung der Temperatur sollte sich langsamer zutragen als die Erhöhung. Auch sollten in der Zeit die Fische mehr Futter erhalten als normal, da der Stoffwechsel angeregt wird, gleichzeitig wird durch mehr Futter das Immunsystem nicht noch mehr geschwächt.

Salzbehandlung: Diese Methode ist zu empfehlen, wenn die Fische noch sehr schwach befallen sind, aber auch hier sollte man darauf achten welche Fische eine Aufsalzung des Wassers vertragen und welche nicht. Bei Wirbellosen, Welsen und Salmlern ist hier besonders Vorsicht geboten, diese vertragen das Salz nicht. Durch das aufsalzen des Wassers werden sich die äußeren Schleimhäute der Fische lösen und somit löst sich auch der Parasit und eine Verbreitung wird verhindert, besonders gut kann man dies bei Lebendgebärende Zahnkarpfen anwenden, da diese das Salz im Wasser gut vertragen.

 Medikamentös: Diese Behandlung ist sehr aggressiv aber wirkungsvoll. Bei dieser Behandlung sollte unbedingt die Anleitung auf dem Beipackzettel beachtet werden. Nicht anzuwenden ist diese Behandlung bei Speisefischen!! Medikamente dafür sind z.B.: Sera Costapur, Sera Costamed, JBL Punktol, Esha Exit.

 Umsetzungsmethode: Es gibt noch eine aufwendigere Methode und zwar die
Umsetzungsmethode, hierbei wird der erkrankte Fisch alle 12 Std. in ein neues Becken mit frischen Wasser umgesetzt, dabei lässt der Fisch bei jedem umsetzen einen Teil der Parasiten zurück. Dies macht man solange, bis keine Parasiten mehr vorhanden sind oder nur noch so wenige, das der Fisch diese selbst bekämpfen kann. Die Behandlungsdauer dieser Methode kann 5 bis 7 Tage dauern.

Infektiöse Bauchwassersucht

Ursache: Die Ursache für die Infektiöse Bauchwassersucht sind Bakterien mit den Namen Aeromonas und Pseudonomas, ob nun auch Viren an der Erkrankung beteiligt sind, ist noch nicht endgültig geklärt. Die Bakterien werden über neue Pflanzen oder Tiere in das Becken eingeschleppt.

Symptome: Die auffälligsten Symptome sind der aufgeschwollene Bauch und die Glotzaugen, des Weiteren treten bei dieser Erkrankung folgende Merkmale auf: Die Schuppen stehen ab, die Haut kann sich lösen, Geschwüre, rote entzündete Stelle, Vorgestülpter After, schleimiger Kot, blasse Kiemen, Bläschen an der Seitenlinie, Pilzbefall. Die Fische sind apathisch, haben Atemnot, schaukeln im Wasser und fliehen nicht.

Behandlung: Die Behandlung erfolgt mit antibakteriellen Medikamenten, kann aber nur im Anfangsstadium geheilt werden, darum ist es wichtig das die Krankheit sofort erkannt wird. Durch eine Salzbehandlung (2-5 g/l, die Menge kommt auf die Fischart an) kann man die medikamentöse Behandlung unterstützen, durch die Salzbehandlung wird die Osmoseregulation vor allem über die Haut unterstützt, so dass ein Teil der überschüssigen Flüssigkeit abgeben werden kann.

Kiemenkrebskrankheit

Ursache: Die Ursache sind die Ruderfußkrebse Ergasilus, genau gesagt die parasitär lebenden Weibchen dieser Krebse.

Symptome: Die Krebse haben eine Größe von 2 mm, man kann sie diese aufgrund ihren blauen Pigments gut erkennen. Sie heften sich an den Kiemen fest, klemmen dadurch die Blutgefäße ab wodurch das Kiemengewebe abstirbt Die befallenen Fische, haben bleiche und verschleimte Kiemen, eine erhöhte Atemfrequenz und magern ab. Durch die Verletzung der Kiemen, kommt es zum Pilzbefall.

Behandlung: Bad in 40 %igen Formalin (2,5 cm3 / 10 Liter), Behandlung mit Tripaflavin oder Masoten. Bäder in einer 1 %igen Kochsalzlösung (10-15 Minuten)

Kiemenwürmer

Ursache: Diese Würmer werden mit neuen Fischen ins Becken gebracht, Kiemenwürmer sind kleine Würmer der Art Dactylogyrus, welcher am häufigsten in Aquarien vorkommt, seltener findet man die Art Pseudodactylogyrus und Cleidodiscus vor.

Symptome: Die Würmer setzen sich in erster Linie an den Kiemen fest, kann aber auch, was selten ist, auf der Haut vorkommen. Der Dactylogyrus ist ein Zwitter und befruchtet sich selbst, er legt Eier, die sich entweder auf der Haut des Fisches befinden oder frei im Wasser schwimmen. Auf der Haut, kriecht die Larve bis in die Kiemen, krallt sich dort mit ihren Haken, die sich am Hinterende befinden fest und ernährt sich dort. Die Kiemen können rötlich werden und es kann auch Blut austreten, wenn die Würmer aus den Kiemen raushängen, kann man sie auch mit bloßem Auge erkennen.

Behandlung: Durch Salzbäder kann man versuchen, die Schleimbildung der Haut wieder anzuregen, so dass der Wurm abgestoßen wird. Sollten die Fische schon sehr stark befallen sein, muß man auf Medikamente zurück greifen, wobei man immer wieder auf die richtige Dosierung achten muß. Da man mit diesen Behandlungen nur die Würmer abtötet aber nicht die Fische, behandelt man die Tiere am besten in einen separaten Becken, nach ca. 3 Wochen sind die Würmer in dem befallenen Becken abgestorben, weil sie keinen Wirt mehr finden, um die Eier, diese können Trockenheit nicht vertragen, abzutöten, legt man das Becken am besten trocken, nach 3 - 4 Tagen sind die Eier dann auch abgetötet.

Korallenfischkrankheit

Ursache: Das Geißeltierchen Oodinium ocellatum ist der Verursacher dieser Krankheit, das dem der Samtkrankheit stark ähnelt. Dieser Parasit hat eine Länge von 0,1 mm. Wenn der Parasit heranwächst, löst dieser sich als Zyste von dem Fischkörper und macht eine Reihe von Zellteilungen im Boden durch, nach 3 Tagen schlüpfen pro Gallerthülle 256 freischwimmende Schwärmer und suchen einen neuen Wirt.

Symptome: Der Parasit siedelt sich auf der haut und den Kiemen des Fisches an, das bei einem starken Befall aussieht, als wurde er in Staub gewälzt, Winzige weiße oder auch gelbe Knoten bilden sich unter der Außenhaut und den Schuppen und Anfangs beginnen die Fische sich, an festen Gegenständen, stark zu scheuern und haben eine erhöhte Atemfrequenz. Das Bindegewebe der Kiemen wird zerstört und der Fisch verendet durch ersticken.

Behandlung: Kupfersulfat (1 mg / Liter für 3-10 Tage) ist eine Erfolg versprechende Behandlung gegen die Schwärmer, diese sollte aber in einem anderen Becken verabreicht werden, weil es für Wirbellose giftig ist und das Biologische Gleichgewicht im Becken durcheinander bringt.

Lernaea

Ursache: Bei Lernaea handelt es sich um einen Parasiten, den sogenannten Ankerwurm oder auch Stäbchenkrebs, dieser haftet sich mit seiner Langestreckten Körperform an den Fisch, an seinem Ende befinden sich zwei Auswüchse, in welchen sich die Eier entwickeln. Wenn die Eier reif sind (bis zu Wochen), fallen sie ab, hierbei stirb dann der Mutterkrebs, und die Larven schlüpfen, diese heften sich an den Kiemen der Fische und saugen Blut. Wenn die weiblichen Larven die Geschlechtsreife erricht haben und die Paarung vollendet ist, lösen sie sich vom Fisch, schwimmen im Becken, bis sie sich an einen anderen Fisch heften und sich hier dann zum Stabförmigen Krebs entwickeln.

 Symptome: Der Fisch magert ab, man kann den Parasiten mit dem bloßen Auge erkennen.

Behandlung: Man kann die Parasiten mit einer spitzen Pinzette entfernen, sollte dann aber die entstandenen Wunden desinfizieren. Medikamente, die eine 100%ige Heilung versprechen, gibt es nicht, man kann die Fische in einer Kochsalzlösung baden und anschließend mit einem Antibakteriellen Mittel (z.B. JBL Furanol) behandeln. Bei Anwendung von Medikamenten immer die Anleitung beachten.

 Lochkrankheit

 Diese Krankheit befällt nur die Buntbarsche.

Ursache: Die Ursachen dieser Erkrankung sind weitgehend nicht bekannt. Man nimmt aber an, das es sich um eine Mangelerkrankung handelt, in form von Mangel an Kalzium, Phosphor oder Vitamin D. Es kann auch eine Folgerkrankung von Darmflagelaten sein, weil bei allen Fischen, die an der Lochkrankheit litten, fand man auch Darmflagelaten. Wahrscheinlich kann ein sehr starker Befall von Darmflagelaten zu einem Nährstoffmangel führen, der dann die Lochkrankheit auslöst.

Symptome: Es erscheinen auf dem Körper weiße Flecken aus welchen, so scheint es, weißliches Gewebe austritt. Weiße Pickel wachsen auf der haut, die wie Akne aussehen. An der Kopfregion bilden sich weiße Löcher und der Fisch färbt sich dunkel. Die Fische sind sehr Schreckhaft, verstecken sich und wirken Apathisch.

Behandlung: Das Futter sollte sehr Nahrungs- und Vitaminreich sein. Vorwiegend sollte Lebend- und Frostfutter gegeben werden, welches mit Vitaminen aus dem Zoohandel angereichert wird.

 Lymphocystis-Krankheit

Ursache: Das ist eine, von einem DNA Virus hervorgerufene Krankheit.

Symptome: Bei den befallenen Fischen, bilden sich, an verschiedenen Stellen, perlenförmige Knoten, besonders an den Flossen. Diese wachsen mit der Zeit zu Blumenkohl ähnlichen Wucherungen heran. Da diese Erkrankung sehr ansteckend ist, kann sie in einem Aquarium den gesamten Bestand töten.

Behandlung: Eine wirksame Behandlungsmethode existiert bislang nicht. Kranke Tiere müssen herausgefangen und getötet werden, und die anderen Fische sollte man in ein separates Becken setzen und sie dort für etwa 2 Monate in Quarantäne lassen, während man das Aquarium, in dem der Befall aufgetreten ist, am besten leert und mit Salzsäure desinfiziert.

 Neonkrankheit

Ursache: Diese Erkrankung tritt nur bei Neonslamlern auf, aber sie kann auch auf andere Salmlerarten übergreifen oder ausbrechen. Der rote Neon erkrankt nicht daran.

Symptome: Die Krankheit wird durch Sporozoen der Art Pleistophora hyphessobryconis verursacht. das sind einzellige Parasiten die in den Zellen fast aller Tierarten vorkommen können, besonders Fische sind davon betroffen, den Namen erhielt die Krankheit, weil sie insbesondere den Neonfisch befällt. Die Fische verlieren ihre Farbe, es treten milchig weiße Stellen im Rückengewebe oder am Rumpf auf, bei dem Neon in seinem roten Band. Das Rückrat verkrümmt und die Fische magern ab, es kann zur Flossenfäule kommen. Befallene Fische sondern sich vom Schwarm ab und können nicht mehr gut schwimmen.

Behandlung: Eine wirksame Behandlung dieser Krankheit gibt es nicht. Befallene Fische müssen rausgefangen und getötet werden, nur so kann man ein übergreifen vermeiden.

Samtkrankheit

Ursache: Die Samtkrankheit wird hervorgerufen durch einen einzelligen Parasiten dem Panzergeißeltierchen mit einer birnenförmigen Gestalt und einer Körperlänge von 30-140 Mikrometern. Dieser Parasit verankert sich mit seinen wurzelartigen Ausläufern in der Haut.

 Symptome: Die erkrankten Tiere scheuern sich im Anfangsstadium an Pflanzen und Steinen, im fortgeschrittenen Stadium erst erkennt man einen samtigen grau-bläulichen Überzug, im schlimmsten Fall, können sich ganze Hautstreifen ablösen und Entzündungen der Unterhaut und der Kiemen auftreten. bei einem Befall an den Kiemen, schnappen die Fische nach Luft und können ersticken. Weiterhin verbreiten sich ,aufgehend von den Flossenspitzen, kleine weiß gelbe Pünktchen auf den ganzen Körper, die man nicht mit der Pünktchenkrankheit verwechseln kann. Diese Krankheit ist sehr ansteckend.

Behandlung: Ist nur Medikamentös zu behandeln und hat gute Heilungsaussichten. Da diese Medikamente Kupfer enthalten, sollte man immer den Kupfergehalt des Wassers im Auge haben, er sollte nicht mehr wie 0,3mg/l haben, da sonst die Fische an Vergiftung sterben könnten. Am besten man behandelt die Fische in einem separaten Becken, so kann man gleichzeitig in dem "alten" Becken das Wasser wechseln. Die Behandlung dauert 3-5 Tage, sollte eine wiederholte Behandlung nötig sein, sollte man den Fischen 3 Tage ruhe gönnen.

Septikämie

 Ursache: Diese Infektion wird von Erregern der Gattung Pseudomonas und Aeromonas ausgelöst. Diese siedeln auf dem Körper, sowie in der Milz und in der Niere der Fische an.

Symptome: Die Haut der befallenen Fische hat entzündete Stellen und eitrige Schwellungen, die sich zu Geschwüren entwickeln, die Fische magern ab, haben Muskelstörungen und blasse und blutleere Kiemen.

Behandlung: Im Anfangsstadium genügt es in der Regel, eine optimale Wasserqualität zu gewährleisten, um die Krankheit erfolgreich zu bekämpfen. Falls das nicht genügt, empfiehlt es sich, in einem Quarantänebecken Antibiotika wie etwa Ossitetracyclin zu verabreichen (250 mg / 5 Liter für 3 Tage bei einem Wasserwechsel im 24-Stunden-Rhythmus). Wirksam sind auch Dauerbäder (2-10 Stunden) mit Methylenblau (50-400 mg / Liter).

Schlafkrankheit

Ursache: Diese Krankheit wird von den Geißeltierchen der Gattung Cryptobia und Trypanosoma hervorgerufen. Übertragen wird die Krankheit durch den Biss der Fischegeln, durch den diese Geißeltierchen ins Blut der Fische gelangen.

Symptome: Die befallenen Tiere schwimmen sehr langsam, nehmen mit dem Kopf nach unten eine schräge Stellung ein und magern ab, die Augen dieser Fische sind tief eingefallen und haben keine Reflexe mehr, die Kiemen sind sehr blass und die Zahl der roten Blutkörperchen kann bis auf 40% abnehmen.

Behandlung: Es ist keine Behandlung möglich, befallene Fische sollten rausgefangen und schmerzlos getötet werden, der Boden des Beckens sollte nach Fischegeln abgesucht werden.

Schwarzfleckenkrankheit

Ursache: Die Larven von Saugwürmern, namens Posthodiplostomum cuticoloa, sind die Erreger dieser Krankheit. Diese Würmer dringen in die Haut und den Flossen der Fische ein, daraufhin bildet sich um den Wurm eine schwarz gefärbte Zyste. Diese Krankheit ist nicht ansteckend, da die Larven der Würmer die Schnecken als ersten und den Fisch als Zwischenwirt nehmen, in einigen Fällen kann der Fisch aber auch Endwirt sein. Ist der Fisch Zwischenwirt, können die Larven in der Haut, den Kiemen oder den Organen vorkommen, sie sind dann als schwarze oder weiße Punkte auf der Fischhaut zu erkennen, als Endwirt sind die Fische dann von den erwachsenen Würmern befallen, welche dann Eier legen.

Symptome: Knötchen bzw. beulen auf den Flossen und auf der Hautoberfläche, die Augen werden trüb.

Behandlung: Da die Larven sich einkapseln, ist eine Behandlung nicht möglich, die Medikamente können die Kapsel nicht durchdringen und können so keine Wirkung entfalten. Sind die Fische gesund, werden Artgerecht gehalten und haben abwechslungsreiche Nahrung, können sie mit diesen eingekapselten Larven leben, welche dann nach ein paar Monaten absterben, zurück bleiben nur Hautveränderungen, welche aber nicht gefährlich sind. Sind die Fische Endwirt, also mit den Würmern befallen, kann man diese mit einem Wurmmittel behandelt, dabei immer auf die Dosierungsanleitung achten.

Taumelkrankheit

Ursache: Diese Krankheit wird durch einen Algenpilz Ichthyosporidium hoferi hervorgerufen.

Symptome: Dieser Pilz befällt die Fische und bildet an den inneren Organen und auf der haut kleine Knötchen von etwa 1mm Durchmesser. Es entsteht eine, als Sandpapiereffekt bezeichnete Schuppenrauhigkeit, es lösen sich Hautpartikel ab und es entstehen blutige Geschwüre. Befallene Fische machen zumeist unkontrollierte Schwimmbewegungen, und im fortgeschrittenen Stadium endet eine Infektion mit Ichthyosporidium immer mit dem Tod.

Behandlung: Im Anfangsstadium kann man erkrankte Tiere Medikamentös (mit Phenossietol 20mg/l oder mit Parachlorophenossietol) behandeln, man sollte dies aber in einem separaten Becken tun. Sollte die Medikamentöse Behandlung keine Erfolg haben und sich der restl. Fischbestand auch infizieren, muß man den gesamten Bestand töten und das Becken reinigen und desinfizieren.


Aktualisiert am: 15.01.17 22:16:25